Das Smartphone im Spiegel der Zeiten

Als  der mittlerweile verstorbene Godfather von Apple, der furiose Steve Jobs, im Jahre 2007 das erste iPhone mit großem Pomp vorstellte, da gab es Smartphones und deren Vorläufer schon eine ganze Weile. Aber natürlich hat sich mit der Einführung des Bestsellers vieles geändert, verbessert, erweitert und heute sind die kleinen Geräte gleich ob nun von Apple oder auch mit dem Google Betriebssystem Android kleine Alleskönner für jedermann. Neue Modelle werden mit Spannung erweitert und es lohnt sich, die jüngere Geschichte der kleinen, nützlichen Geräte mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Meilensteine im Takt weniger Jahre

Vor dem iPhone und den darauf abkupfernden Modellen anderer Hersteller gab es natürlich auch schon Telefone, die man als smart und vielseitig nutzbar bezeichnen kann. In den 1990er Jahren etwa warf IBM das berühmte Modell Simon auf dem Markt, das mailen, faxen, Termine planen konnte und das sogar eine Art Touchscreen aufwies. Auch dieser damals sehr unhandliche Auftritt hatte selbstredend Vorläufer, aber die ersten Mobiltelefone haben wenig gemein mit den Allroundern späterer Jahre, vor allem nach der Jahrtausendwende.

Es folgten praktische Klapp – Telefone und auch das Nokia 9000 Communicator war ebenso ein Quantensprung wie der Einbau einer Kamera in das Phone, erstmal gemeistert durch Toshiba. Nokia selbst war übrigens auch für T9 verantwortlich, jenes praktische Programm zum vorverfassten Schreiben von SMS. Hersteller wie Blackberry sorgten für Innovationen und prinzipiell war die Technologie selbst schon vorhanden als dann 2007 Steve Jobs seinen (werbetechnisch) großen Auftritt hatte.

Betriebssysteme entscheiden über den Erfolg

Android war eines der ersten wirklich verlässlichen Betriebssysteme für Smartphone und die Firma wurde später von Google gekauft, die nun den Markt quasi beherrschen und viele Exoten wie eben Blackberry oder auch der Versuch von Windows Phone wurden konsequent zurückgedrängt. Allein Apple ist mit iOS heute ein ebenso großer Player und so gerät die Frage nach dem Smartphone immer auch zum Bekenntnis gegenüber der Software.

Neben allen Verbesserungen bei Kamera, Speicherkapazitäten und grafischer Darstellung ist natürlich die Programmierung der Apps der eigentliche Meilenstein. Die kleinen Programme sind ungemein nützliche, oftmals schon fast bestimmende Helfer geworden und für alles und jeden findet sich die passende Anwendung. Schon regeln Apps das tägliche Leben, sie sind unverzichtbar geworden und dienen zugleich der Auslagerung von menschlicher Kapazität in das Internet. Wird der Mensch dank Smartphone zum Cyborg? Möglich ist das durchaus, schließlich erfordern Social Media und Co eine tagtägliche Interaktion und man darf gespannt sein, wie sich Smartphone und das noch jüngere Tablet weiterentwickeln.