Werden Smartphones zu Alleskönnern?

Noch drängen sich die Schlangen vorm Apple Store wenn mal wieder ein neues iPhone auf den Markt kommt, doch wird das immer so bleiben? Steht das Smartphone vielleicht sogar vor dem Aus und wird vielmehr durch Sensoren, integrierte Lösungen in der Alltagswelt ergänzt und die Rede von der Smartcity ist schon in aller (Experten)Munde. Es ist doch auch denkbar, dass sich die Vernetzung von Stadt und Mensch noch ein wenig verzögert und man darf fragen, welchen Status ein Smartphone heute einnimmt, schließlich gibt es mittlerweile Apps und Anwendungen für alle möglichen Gelegenheiten.

Medizinischer Nutzen

Mit der richtigen App können Smartphone User den Herzschlag kontrollieren, die Schritte zählen oder auch Fitnessprogramme entwerfen, maßgeschneidert und gewonnen aus unzähligen Daten. Schon senden erste Anwendungen diese Infos an den Arzt, der wiederum mit Apps Lösungen entwickelt und mittendrin, als Messenger und notwendiger Begleiter, stehen mobil nutzbare Geräte. Telefonieren, Chatten, Simsen, das ist längst nicht mehr alles und wer will, kann das eigene Phone zur Überwachung der Lebensweise und der Gesundheit nutzen.

Social Media oder totale Überwachung?

Smartphones laden nicht nur zum schnellen Spiel irgendwelcher Games zwischendurch ein, sie sind auch der permanente, konsequente Zugang zu den Sozialen Medien. Die Nutzer sind immer auf dem neusten Stand und das dürfte sich mit den Phones noch verstärken. Es lassen sich Routen verfolgen, Geräte und Freunde orten, es lässt sich der gesamte soziale Alltag regeln, auch wenn Sex und körperliche Befriedigung natürlich bis dato nicht möglich sind. Zugleich besteht aber auch die Gefahr, dass die Smartphones als ständige Begleiter auch zur Überwachung und Kontrolle dienen, was sich kaum verhindern lässt. Unzählige Informationen über jeden einzelnen Menschen auslesen, schnell und nur mit ein wenig technischem Aufwand, das ist der Traum jeder Firma und jeder Regierung und die Rede vom Smartphone als Alleskönner kann auch in einer perversen Überwachungsgesellschaft a la 1984 enden.

Virtual Reality im Anmarsch

Sehr gut möglich ist auch, dass sich künftig über das Smartphone VR Brillen und ähnliche Geräte betreiben lassen, die für Spieler interessant sind. Diese Virtuelle Realität ist übrigens auch im Haushalt denkbar, es lassen sich dann die Stromverbindungen prüfen und man hat das eigene Heim immer im virtuellen Blick. Schon jetzt werden die Phones und Tablets mit Kühlschrank, Garagentor und Jalousie verbunden und diese sensorische Verwendung dürfte eher zu- als abnehmen, so viel jedenfalls steht fest.

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