Zur Historie des Tablet PC

Erst vor wenigen Jahren, in 2010, schaffte Apple mit dem iPad den Durchbruch in einem Markt, der für lange Zeit als schwierig galt. Heute gehören Tablets wie selbstverständlich zum Alltag und die praktischen Geräte lassen sich für eine Vielzahl von Anwendungen nutzen. Doch verlief diese Entwicklung eben nicht schnurgerade, im Gegenteil etwa zum Smartphone, und es lohnt ein Blick in die Geschichtsbücher der Kommunikationstechnologie.

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Dynabook und der Megatrend PDA

Am Anfang stand bereits in den 1970er Jahren das Dynabook. Dieses Gerät bot eine integrierte Tastatur und schon damals setzte sich vor allem in Deutschland die Bezeichnung Tafel durch. Schon bald gab es Programme beziehungsweise Softwarelösungen, welche die jeweilige Handschrift der Nutzer erkannten und mittels spezieller Stifte wurde quasi direkt auf den Bildschirm geschrieben. Allerdings blieben das noch Randerscheinung bis in den 90ern dann die PDA Technik ihren Siegeszug begann. Dabei handelt es sich um Personal Digital Assistant Computer, im Kleinformat natürlich, und vor allem in der Wirtschaft waren die Allrounder mit Kalender und Terminplaner nicht mehr wegzudenken. Was freilich fehlte war der Zugang ins Internet.

Die Industrie geht andere Wege

Mittlerweile war in der gleichen Zeit jedoch das Telefon, damals noch ein wenig flexibles Handy, in den Fokus der Hersteller geraten und die Entwicklung vollzog sich zunächst hin zum Smartphone. Es gab zwar weiterhin PDA Geräte, aber aufgrund der technischen Veraltung waren das kaum mehr als Kalender in elektronischer Aufmachung. Lange Zeit veränderte sich hier nichts und die Nutzer schrieben auf den Geräten vor allem der Firma Palm mit einem Stift wie schon seit Jahren.

Erste Versuche in Richtung hochwertiges, vielseitiges Tablet gab es allerdings von Unternehmen wie Siemens mit dem SIMpad und auch wenn sich diese Konzepte schlicht nicht durchsetzen konnten, lagen hier die späteren Möglichkeiten des iPads und anderer Geräte bereits offen zu Tage.

Apple schafft den Durchbruch

Die Zauberformel: Man verbinde das Internet und die Apps der Smartphones mit einem ausreichend großen, aber trotzdem leichten Gerät, das sich per Touchpad bedienen lässt – mehr war nicht nötig! Apple erkannte das und kreierte ein attraktiv wirkendes Design, brachte in 2010 das iPad auf den Markt und setzte sich damit durch. Diese Tablets nun sind Allrounder, können so gut wie alles, aber, wie böse Zungen behaupten, nichts richtig gut, und so erschöpft sich die Funktionalität des Tablets heute in der permanenten Verfügbarkeit des Internets auf größerer Benutzeroberfläche. Ironischerweise freilich ist der Umstand zu bewerten, dass die einstmals so dominanten Smartphones möglicherweise in der Zukunft durch die Nachfolger des Pads übertrumpft werden, schließlich dürften Folien und andere sehr flexible Materialien in entsprechender Größe genutzt und gekauft werden.